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HTTPS für deine Website

Das Zertifikat bekommst du automatisch. So prüfst du, ob alles verschlüsselt läuft, und behebst die typischen Stolpersteine.

24. August 20264 Min. Lesezeit64 Aufrufe

Du musst kein Zertifikat bestellen und keins verlängern. Sowohl bei WordPress als auch beim Webspace ist ein kostenloses Zertifikat für alle deine Domains enthalten. Es wird automatisch ausgestellt und vor Ablauf erneuert.

Wie viel du danach noch tun musst, hängt vom Produkt ab.

Bei WordPress: nichts zu tun

Hier läuft alles automatisch. Sobald deine Domain korrekt auf uns zeigt, wird sie verknüpft und das Zertifikat ausgestellt. Um Weiterleitungen musst du dich nicht kümmern.

Den Stand siehst du im Kundenportal: Kachel WordPress, deine Installation anklicken, dann die Karte Domains & SSL. Dort steht zu jeder Domain, ob sie aktiv ist.

Hakt es, liegt es fast immer am DNS-Eintrag der Domain, nicht am Zertifikat.

Beim Webspace: Weiterleitung setzen

Das Zertifikat kommt auch hier von allein. Deine Seite bleibt aber zusätzlich unter http erreichbar, bis du eine Weiterleitung einrichtest.

Ruf zuerst deine Seite mit https:// davor auf. Erscheint das Schlosssymbol ohne Warnung, ist das Zertifikat aktiv und du richtest nur noch die Weiterleitung ein.

Ist die Domain neu oder gerade erst umgezogen, dauert es einige Minuten, bis das Zertifikat ausgestellt ist. Warte kurz und ruf die Seite erneut auf, bevor du etwas änderst.

Wo die Einstellungen liegen

Die Einstellungen zu deinen Websites liegen nicht im Kundenportal, sondern in deinem Webhosting-Panel:

  1. Öffne im Kundenportal die Kachel Webspaces und klicke deinen Webspace an.
  2. Auf der Übersichtsseite steht unter Zugangsdaten dein Benutzername, das Passwort bekommst du über Passwort anzeigen.
  3. In der Seitenleiste klickst du auf Webhosting-Panel. Es öffnet sich in einem neuen Tab.

Dort findest du zu jeder Domain die Einstellungen rund um Verschlüsselung und Weiterleitungen. Es gibt eine Option, die alle Aufrufe dauerhaft von http auf https umleitet.

Alternativ über die .htaccess

Legst du die Regel lieber selbst an, kommt sie in die .htaccess im Wurzelverzeichnis deiner Website:

apache
RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} !=on
RewriteRule ^(.*)$ https://%{HTTP_HOST}/$1 [R=301,L]

Nutze einen der beiden Wege, nicht beide gleichzeitig. Sonst kann eine Endlosschleife entstehen.

Adresse in der Anwendung umstellen

Viele Anwendungen speichern ihre eigene Adresse. Bei WordPress steht sie unter Einstellungen → Allgemein. Trage in beiden Feldern die Adresse mit https ein.

Ändere das erst, wenn https nachweislich funktioniert. Sonst ist die Website vorübergehend nicht mehr erreichbar und du kommst auch nicht mehr in die Einstellungen.

Gemischte Inhalte

Das ist der häufigste Stolperstein. Bindet deine Seite auch nur ein Bild oder ein Skript über http ein, zeigt der Browser eine Warnung oder blockiert das Element.

So findest du die Stellen:

  1. Öffne die Seite und rufe die Entwicklerwerkzeuge des Browsers auf.
  2. Sieh dir die Konsole an. Blockierte Inhalte werden dort mit vollständiger Adresse genannt.
  3. Passe die Einbindung an.

Bei WordPress stecken alte Adressen oft in der Datenbank. Ein Suchen-und-Ersetzen-Werkzeug für WordPress ersetzt sie zuverlässig, auch in serialisierten Daten.

Wenn der Browser warnt

MeldungUrsache und Lösung
Zertifikat passt nicht zur DomainDie Domain zeigt noch auf einen anderen Anbieter. Prüfe die DNS-Einträge
Verbindung nicht sicher trotz httpsGemischte Inhalte, siehe oben
Zertifikat abgelaufenSollte nicht vorkommen, da automatisch erneuert wird. Erstelle ein Ticket über die Kachel Support
Warnung nur bei einer SubdomainDie Subdomain ist noch nicht eingerichtet oder ihr DNS-Eintrag fehlt

Nicht vergessen

BereichWas anzupassen ist
SitemapAdressen mit https
AnalysewerkzeugeNeue Adresse als Eigenschaft anlegen
Eingebundene DiensteRückrufadressen auf https umstellen
E-Mail-SignaturenAdresse aktualisieren

Kontrolle

Rufe mehrere Unterseiten auf und achte auf das Schlosssymbol. Prüfe zusätzlich Formulare, den Anmeldebereich und die Ansicht auf dem Handy.

HSTS

Mit einem zusätzlichen Header weist du Browser an, deine Seite künftig nur noch verschlüsselt aufzurufen. Aktiviere das erst, wenn alles stabil läuft, denn Browser merken sich die Einstellung für längere Zeit.

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